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So verbesserst du den Hundespaziergang: Gesundheit, Training und Abenteuer für dein Tier

Entdecke, wie regelmässige Spaziergänge mit deinem Hund Körper und Geist stärken, und erfahre Tipps zu Hundespaziergang, Hundetraining, Hundegesundheit, Hundeernährung und Ferien mit Hund.

Du weisst ja: Ein Hundespaziergang hält nicht nur deinen Vierbeiner fit, sondern tut auch dir richtig gut. Ob du dabei an Ferien mit Hund denkst, auf Hundetraining setzt oder einfach nur die frische Luft geniessen willst – tägliche Bewegung gibt euch beiden mehr Lebensqualität. Noch dazu förderst du so nachhaltig seine Hundegesundheit und achtest auf eine bedarfsgerechte Hundeernährung. Lies weiter, um zu erfahren, wie du aus jedem Spaziergang ein rundum positives Erlebnis machst.

Warum ein regelmässiger Hundespaziergang so wichtig ist

1. So profitiert dein Hund körperlich und geistig

Wenn du mit deinem Hund unterwegs bist, trainierst du nicht nur seine Muskeln, sondern auch seinen Kopf. Beim Schnüffeln schaltet sein Gehirn auf Entdeckungsmodus und er bleibt geistig fit. Gleichzeitig minimierst du das Risiko von Übergewicht und Gelenkproblemen bei deinem Liebling – ganz ähnlich wie bei uns Menschen. Ein aktiver Hund schläft nachts ruhiger und ist zuhause entspannter; Hektik oder destruktives Verhalten haben so kaum eine Chance.

  • Gewichtskontrolle: Viele Hunde neigen zu Übergewicht. Ein täglicher Spaziergang hilft, Pfunde zu verlieren oder das Idealgewicht zu halten, und beugt damit Folgeerkrankungen vor.
  • Gelenkfunktionen: Wenn dein Hund zu lange ruhig liegt, können Gelenke versteifen. Moderates Gehen hält seine Gelenke geschmeidig und kräftigt Bänder sowie Muskeln.
  • Mentale Anregung: Jeder neue Geruch oder jedes unbekannte Geräusch regt das Gehirn deines Hundes an. Er lernt, auf Umwelteinflüsse zu reagieren, was Langeweile und Frustration verhindert.
Bindung.
2. Vermeide diese Fehler beim Spaziergang

Es scheint simpel: Leine greifen, Tür auf und los. Doch manche Angewohnheiten können euren Spaziergang sogar gefährden. Achte darauf:

  • Versäuberungsphasen richtig nutzen: Wenn dein Hund an geeigneten Stellen pinkelt, kommuniziert er mit Artgenossen. Jeder Duft verrät ihm Geschlecht, Alter oder Gesundheitszustand anderer Hunde. Unterbrich ihn nicht ständig beim Markieren, sondern lasse ihm Zeit – es ist Teil seiner Sozialisierung.
  • Ausreichend Schnüffelpausen einplanen: Für deinen Hund ist die Nase das wichtigste Sinnesorgan. Sie ist etwa 10 000-mal leistungsfähiger als unsere und sammelt eine unfassbare Menge an Informationen. Wenn du ihn permanent vom Schnüffeln abhältst, nimmst du ihm die wichtigste geistige Beschäftigung. Zeige ihm lieber, wann es weitergeht, und belohne ihn, wenn er auf Kommando wieder bei Fuss ist.
  • Richtiges Leinenhandling: Zieht dein Hund an der Leine, entsteht Zug am Hals. Viele Hunde denken dann: „Wenn ich ziehe, ziehst du zurück“, und es kommt zum Tauziehen. Das kann sowohl seinen Hals strapazieren als auch deine Nerven. Trainiere stattdessen lockeres Gehen, indem du stehenbleibst, sobald die Leine straff wird, und erst weitergehst, wenn sie wieder locker hängt. Belohne dein Tier, wenn es der entspannten Ganglinie folgt.

Hundetraining für entspannte Spaziergänge

Ein guter Hundespaziergang beginnt mit konsequentem Hundetraining. Baue einfache Kommandos ein und teste sie Schritt für Schritt:

  • Lass es/Nein:: Wenn dein Hund einer unerwünschten Duftspur folgen will, hilft „Lass-es“ dabei, ihn von interessanten Gerüchen abzulenken und wieder zu dir zu holen.
  • Hier/Blickkontakt: Ein sicherer Rückruf ermöglicht euch, auch in brenzligen Situationen schnell zusammenzufinden. Übe Rückrufspiele daheim und steigere dich unterwegs von niedriger bis hoher Ablenkung.
  • Fuss: Wenn sich dein Hund statt an der Leine zu ziehen einfach an deiner Seite bewegt, läuft die Leine locker in „J“-Form hinter euch. So machst du es ihm leicht, nicht in den „Ziehtunnel“ zu geraten.

Mit solch gezielten Übungen steigerst du nicht nur seine Aufmerksamkeit, sondern auch euer gegenseitiges Vertrauen. Und manchmal reicht schon ein kurzes Lob oder ein kleiner Snack, um zu zeigen: „Genau so machst du das super!“

Schnüffeln vorbeugen

Hunde erleben die Welt vor allem durch ihre Nase. Ihr Geruchssinn ist mindestens 10’000-Mal leistungsfähiger als unserer, und die Menge an Informationen, die sie dabei aufnehmen, ist für uns kaum vorstellbar. Wenn du deinen Hund ständig von einem spannenden Geruch wegziehst oder ihn während des ganzen Spaziergangs «bei Fuss» halten willst, nimmst du ihm die wichtigste geistige Beschäftigung. So leidet nicht nur sein Spass am Hundespaziergang, sondern auch seine mentale Auslastung.

Manche Hunde lassen sich von ihrer Nase so sehr dominieren, dass sie sich kaum konzentrieren können. Mit gezieltem Hundetraining kannst du ihm helfen, beim Spazierengehen immer wieder den Blick auf dich zu lenken. Bringe ihm zum Beispiel das Signal «Lass es» bei, um ihn von einem Geruch abzulenken, der ihn zu sehr fesselt. Belohne umso mehr, wenn er danach freiwillig weitergeht, statt in der Duftspur zu verharren. So förderst du entspanntes Gehverhalten und stärkst gleichzeitig eure Bindung.

Schnüffeln vorbeugen

Ziehen an der Leine

Dein Hund findet wahrscheinlich, dass du viel zu langsam bist – schliesslich möchte er jeder Duftspur sofort nachgehen und zieht dich deshalb mit. Viele Hunde reagieren auf den Zug an der Leine, indem sie dagegenhalten. Dieses Tauziehen führt selten dazu, dass sie langsamer werden; im Gegenteil, dein Vierbeiner stemmt sich eher noch stärker dagegen. Das ist nicht nur frustrierend für dich, sondern kann auch den Hals belasten – besonders bei kleinen Hunden oder solchen mit empfindlichen Atemwegen.

Erkenne, dass dein Hund nicht aus Sturheit zieht, sondern auf einen natürlichen Reflex reagiert: Sobald du an der Leine ziehst, zieht er instinktiv zurück. Wenn du in die andere Richtung ziehst, blockiert er und bleibt stehen. Um den Druck auf seinen Hals zu minimieren, zeigst du ihm am besten, wie lockeres Gehen funktioniert: Halte an, sobald die Leine straff wird, und ändere die Richtung. Sobald die Leine in einer lockeren «J»-Form zwischen euch hängt und dein Hund sich dir zuwendet, lobe ihn oder gib ihm ein kleines Leckerli. So lernt er schnell, dass es sich lohnt, bei lockerer Leine neben dir zu bleiben.

Falls dein Hund ein besonders starker Zieher ist, denk darüber nach, ein Hundetraining mit Fokus auf Leinenführigkeit zu machen oder ein Trainings- bzw. Brustgeschirr zu verwenden. Das entlastet seinen Hals und hilft dir, den Hundespaziergang stressfreier zu gestalten.

Gassigehen mit dem Hund ist auch für dich gut

Nicht nur dein Hund profitiert: Auch du selbst tust dir etwas Gutes. Aktuelle Studien zeigen, dass Erwachsene, die regelmässig mit ihrem Hund spazieren gehen, seltener an Übergewicht leiden als Menschen ohne Vierbeiner. Ärzte empfehlen, mindestens 30 Minuten pro Tag zu Fuss zu gehen, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Dickdarm- und Brustkrebs sowie Typ-2-Diabetes zu senken. Mit einem täglichen Hundespaziergang schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Du stärkst deine eigene Gesundheit und verbesserst gleichzeitig die Hundegesundheit deines Lieblings.

Denk auch an eine ausgewogene Hundeernährung, damit dein Vierbeiner genügend Energie für längere Touren hat. Wenn du beim Planen deines Jahresurlaubs an Ferien mit Hund denkst, profitierst du von eurem gemeinsamen Fitnesslevel – und geniesst die Zeit draussen noch intensiver. So bleibst du aktiv, stärkst eure Bindung und sorgst mit ausgewogener Hundeernährung dafür, dass dein Hund mit voller Energie die Welt erkundet.

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