Deine Katze ist ein geschätztes Familienmitglied, und Flöhe oder Zecken können ihr Leben schnell zur Qual machen. Lästige Bisse jucken, verursachen Allergien und übertragen sogar Krankheiten. Zum Glück gibt es einen bewährten Plan, mit dem du deine Samtpfote und dein Zuhause ganzjährig floh‐ und zeckenfrei hältst. In diesem Artikel lernst du, wie du Floh‐ und Zeckenbefall bei deiner Katze früh erkennst, richtig behandelst und vor allem vorbeugst.
Warum ein ganzjähriger Schutz so wichtig ist
Moderne Häuser mit Zentralheizung und milde Winter ermöglichen Flöhen und Zecken in vielen Regionen ein fast ununterbrochenes Leben. Auch Wohnungskatzen sind deshalb keineswegs sicher. Flöhe gelangen über dich, Besucher oder andere Tiere ganz leicht ins Haus, verstecken sich in Teppichen, Polstern und in dunklen Ecken. Zecken bringen Menschen oder Freigängerkatzen herein, wenn sie im Garten unterwegs sind. Bereits ein einziges Tier – von Flohbefall bis Zeckenstich – kann binnen Tagen zu einem ausgewachsenen Problem werden. Deshalb solltest du nicht erst reagieren, wenn es deine Katze juckt, sondern ganzjährig einen wirksamen Plan fahren.
Flöhe bei Wohnungskatzen: Woher kommen sie und wie erkennst du sie?
Wo Flöhe lauern
- Fenster mit Insektenschutz: Katzenflöhe springen 18 cm hoch und 33 cm weit – sie gleiten einfach durch die Maschen. Besonders gefährdet sind Keller‐ oder ebenerdige Fenster in der Nähe von Gras, Sträuchern oder Wildtieren (Mäuse, Igel), die Floheier im Gras hinterlassen.
- Abgeschirmte Veranda: Auch Netze schützen nicht zuverlässig. Flöhe wittern Wärme und CO₂, springen durch jede Klappe und lauern auf deiner Veranda in Blumenkübeln, Kissen oder in Ritzen.
- Offene Türen: Jedes Mal, wenn du die Terrassentür kurz offen lässt, riskierst du, dass ein Floh hereinkommt. Er folgt dem menschlichen Wirt, landet im Wohnzimmer und springt sofort auf jede ungeschützte Katze.
- Andere Tiere im Haus: Hunde, Besuchskatzen oder ein flohbefallener Nachbarhund bringen Flöhe ins Haus. Diese verteilen sich sofort auf Lieblingsplätze deines Stubentigers.
- Floheier in Teppich und Wäsche: Ein erwachsener Floh legt bis zu 50 Eier am Tag ab. Diese kleben zuerst am Fell, fallen dann auf Teppichböden, in Ritzen oder auf Kleidung. Larven fressen sich in Teppichfasern oder Wäschestapeln ein, verpuppen sich dort und schlüpfen später als adulte Flöhe.
Anzeichen für Flohbefall
Achte auf diese Symptome bei deiner Katze:
- Plötzliches, intensives Kratzen und Fellbeissen
- Unruhe, häufiges Umherwandern
- Kleine Beulen oder Krusten, besonders am Hals und Rücken
- Hektisches Kopfschütteln und Kratzen im Gesicht
- Haarausfall in bestimmten Zonen
- Flohkot (kleine, dunkle Punkte) im Fell oder auf dem Sofa
Wenn deine Katze über Tage hinweg ständig kratzt oder sich wahllos putzt, könnte Flohallergie (eine Überempfindlichkeit gegen Flohspeichel) dahinterstecken.
Der Katzenfloh ist weltweit am häufigsten verbreitet – und auch Wohnungskatzen sind nicht sicher. Flöhe gelangen leicht über Menschen, andere Tiere oder Besucher ins Haus.
Der Katzenfloh ist weltweit am häufigsten verbreitet – auch Wohnungskatzen sind nicht sicher. Flöhe halten sich bevorzugt im warmen Fell an der Körperunterseite auf, wo sie geschützt sind.

Flohbefall bestätigen und behandeln
- Flohkamm verwenden: Kämme das dichte Fell deiner Katze mit einem Flohkamm (feine Zinken). Zwischen den Zinken sammeln sich Flöhe oder Flohkot. Lass den Kamm über ein nasses, weisses Taschentuch gleiten – Flohkot hinterlässt rote Flecken, wenn er mit Wasser reagiert.
- Tierarzt konsultieren: Findest du Flöhe oder Flohkot, geh rasch zum Tierarzt. Er empfiehlt die passende Flohkur, zum Beispiel Spot‐On‐Präparate, Flohshampoos oder orale Tabletten, die schnell wirken und langfristigen Schutz bieten.
- Hausmittel ergänzen (nicht allein darauf vertrauen): Ein gelegentliches Baden mit Flohshampoo kann helfen, doch wirksamen Schutz bringt meist nur ein Medikament, das deine Katze dauerhaft gegen Eier, Larven und erwachsene Flöhe schützt.
Dein Zuhause flohfrei halten: So gelingt’s
- Gründlich saugen: Sauge alle Teppiche, Polstermöbel und die Lieblingsplätze deiner Katze täglich ab. Flöhe, Eier und Larven werden so entfernt.
- Beutel direkt entsorgen: Nach dem Staubsaugen sofort den Staubsaugerbeutel entsorgen oder den Behälter leeren und gründlich reinigen. So verhinderst du, dass Flohlarven in deiner Wohnung überleben.
- Maschine bei 60 °C waschen: Wasche Katzendecken, Decken, Kissenhüllen und alle Textilien, auf denen deine Katze sich gern aufhält, mindestens alle sieben Tage bei 60 °C.
- Floh‐Umgebungsspray einsetzen: Nutze Insektizid‐Spray mit Insekten‐Wachstumsregulator (IGR) für Teppiche, Sofas und Ritzen. Diese Mittel unterbrechen den Floh-Lebenszyklus, indem sie Eier und Larven abtöten.

Wo Zecken lauern
Zecken klettern im Gras, auf Sträuchern und Büschen auf Augenhöhe einer Katze und lassen sich nieder, wenn dein Stubentiger vorbeistreift. Auch im Garten oder in Parks können sie an Kleidung haften bleiben und in deine Wohnung gelangen. Sobald sie eine Wärmequelle wahrnehmen, suchen sie feine Hautstellen, um sich festzubeissen.
Anzeichen für Zeckenbefall
- Typisches Anzeichen ist eine kleine, dunkle Beule – oft am Kopf, Nacken oder zwischen den Ohren.
- Deine Katze kratzt plötzlich heftig an einer bestimmten Stelle, als ob etwas sie stört.
- Entdeckst du eine festsitzende Zecke, ist ihr Körper meist oval und deutlich vergrössert – ein Zeichen dafür, dass sie bereits Blut saugt.
Zecken sicher entfernen
- Mit Handschuhen arbeiten: Zieh Latex‐ oder Gummihandschuhe an. Das schützt dich, falls der Parasit Viren oder Bakterien überträgt.
- Pinzette oder Zeckenhaken verwenden: Fasse die Zecke so nah wie möglich an der Haut deiner Katze und zieh sie langsam, aber sanft und gerade heraus. Drehen oder quetschen ist tabu – so verhinderst du, dass der Kopf steckenbleibt oder die Zecke Erreger ins Tier presst.
- Zecke sichern: Gib sie in ein kleines Glas mit Alkohol oder lege sie in ein fest verschlossenes Einweckglas. So kannst du sie deinem Tierarzt zeigen oder sicher entsorgen.
- Bissstelle desinfizieren: Reinige die nun offene Stelle im Nacken mit lauwarmem Wasser und einem milden Desinfektionsmittel (z. B. Octenisept). Beobachte sie in den nächsten Tagen: Wird die Haut nicht rot oder geschwollen, ist alles gut. Bei andauernder Rötung, Eiter oder Fieber zum Tierarzt.
Wenn du unsicher bist oder deine Katze unruhig wird, solltest du lieber gleich deinen Tierarzt kontaktieren. Er entfernt Zecken sicher und übernimmt bei Bedarf gleich eine Blutuntersuchung, um Infektionserreger auszuschliessen.
Langfristiger Floh‐ und Zeckenschutz: So erreichst du eine parasitenfreie Katze
Ein durchgehender Parasitenschutz ist entscheidend, damit deine Katze dauerhaft floh‐ und zeckenfrei bleibt. Flöhe und Zecken durchlaufen komplexe Lebenszyklen mit Eiern, Larven und erwachsenen Tieren – bereits eine einzige Lücke im Behandlungsplan reicht aus, damit wieder Parasiten schlüpfen oder sich neu ansiedeln. Sprich deshalb unbedingt mit deinem Tierarzt: Er kennt alle verfügbaren Präparate mit ihren unterschiedlichen Wirkdauern, ob Spot-On, Floh- und Zeckenhalsband oder orale Tabletten. Gemeinsam legt ihr fest, welche Kombination und welches Intervall am besten zu Alter, Gesundheitszustand und Lebensstil deiner Katze passt. So vermeidest du schädliche Lücken im Schutz – und deine Samtpfote bleibt das ganze Jahr über sicher vor Parasiten.

Fazit
Flöhe und Zecken lauern überall – ob drinnen, auf dem Balkon oder im Garten. Nur mit konsequenter Vorbeugung lassen sich unangenehme und teure Behandlungen vermeiden. Lass dich von deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt individuell beraten und setze auf ein Kombi‐Programm aus Floh‐/Zeckenschutzmittel, gründlicher Wohnungsreinigung und ständiger Kontrolle. So bleibt deine Samtpfote gesund, entspannt – und kann ihr Leben mit dir unbeschwert geniessen.
Dein Tierarzt/deine Tierärztin spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit deines Haustiers. Hier findest du eine Tierarztpraxis in deiner Nähe.
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