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Warum manche Hunde für Flöhe unwiderstehlich sind

Flöhe und Zecken

2 Minuten Lesezeit

Flöhe können jedem Hund zusetzen, aber manche Vierbeiner sind wahre Floh-Magnete. Erfahre hier, welche Faktoren Flöhe besonders anziehen – und was du jetzt tun kannst, um dein Fellbündel und dein Zuhause zu schützen.

1. Wärme & Feuchtigkeit

Flöhe lieben Temperaturen zwischen 21 °C und 30 °C sowie eine Luftfeuchtigkeit über 50 %. Dein Hund liefert ihnen genau dieses Mikroklima:

  • Körperwärme: Flöhe werden vom warmen Fell magisch angezogen.
  • Feuchtigkeit durch Hautkontakt: Beim Lecken oder Kratzen wird die Haut kurz feucht und bietet ideale Bedingungen für Flohlarven.

Leidet dein Hund unter einer Flohallergie, kratzt er sich öfter – dadurch steigt die Feuchtigkeit und Flöhe fühlen sich noch wohler.

Auch im Winter können Flöhe überleben – beheizte Wohnungen bieten ideale Bedingungen. Deshalb ist das Risiko nicht nur saisonal, sondern ganzjährig relevant.

2. Felllänge & Verstecke

Langes oder dichtes Fell schafft sichere Rückzugsorte:

  • Unter Schlappohren, am Hals und in dichten Ruten („Plumeau-Effekt“) finden Flöhe perfekte Unterschlüpfe.
  • Hunde mit hellem Fell machen Flohkot und Eier besser sichtbar, bei dunklem Fell bleiben sie oft unentdeckt.
  • Auch kleine Hautfalten oder behaar­te Pfotenzwischenräume bieten dunkle Nischen.

Besonders betroffen sind Hunderassen mit dichter Unterwolle oder langem Fell, z. B. Retriever, Schäferhunde oder Spaniels. Kurzhaarhunde sind nicht automatisch sicherer – hier können Flöhe leichter Hautkontakt finden.

schwarzer flauschiger Hund

3. Floh-Lockstoffe: CO₂ & Vibrationen

Auch Gerüche wie Hauttalg oder Schweiss können eine Rolle spielen. Manche Hunde scheinen daher regelrechte „Locktiere“ zu sein, während andere weniger attraktiv wirken.

Was du jetzt tun kannst

  1. Regelmässige Fellkontrolle: Untersuche deinen Hund nach jedem Spaziergang besonders an Bauch, Leisten und hinter den Ohren.
  2. Wohnumgebung sauber halten: Sauge regelmässig Teppiche, Polster und Ritzen gründlich aus und wasche Decken oder Körbchen deines Hundes bei möglichst hoher Temperatur.
  3. Tierärztlich geprüfte Prävention: Sprich mit deinem Tierarzt über lückenlose Flohpräparate. Möglichkeiten sind u.a. Spot-on, Halsband, Kautablette, Tablette oder Injektion.
  4. Ganzjähriger Schutz: Ein nahtloser, 12-monatiger Schutz verhindert, dass Flöhe überhaupt Fuss fassen – und erspart dir lästiges Schaben und Auskämmen. So bleibt dein Hund gesund, entspannt und frei von ungebetenen Plagegeistern.
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