Auch reine Wohnungskatzen können sich mit Flöhen infizieren – selbst wenn sie nie nach draussen gehen. Die winzigen, blitzschnellen Parasiten finden viele Wege in dein Zuhause. Hier erfährst du, wie genau das passiert – und wie du deine Katze und deine vier Wände effektiv schützt.
1. Flöhe springen durchs Fenstergitter
Viele glauben, ein Insektenschutzgitter hält Flöhe fern. Doch Katzenflöhe können problemlos hindurchspringen – besonders bei Fenstern auf Keller- oder Bodenniveau mit Gras oder Sträuchern davor. Flöhe tappen gern dort entlang, wo sich Wildtiere wie Mäuse, Ratten oder Kaninchen aufhalten – denn sie hinterlassen Floheier im Gras. Nehmen Flöhe die Körperwärme oder Bewegungen deiner Katze wahr, springen sie blitzschnell hindurch und landen im Fell.
2. Gefährliche Veranda-Falle
Auch eine geschützte Veranda bietet keinen Schutz vor Flöhen. Flöhe können selbst durch feinmaschige Netze gelangen und lauern zwischen Blumentöpfen oder auf dem Boden. Springt deine Katze dorthin, hat der Floh leichtes Spiel: Er erkennt Lebewesen aufgrund Körperwärme und springt sofort auf das Tier. Oft bleibt das unbemerkt, weil Katzenflöhe winzig sind und sich perfekt im Fell verstecken. Selbst wenn du und deine Katze mal auf derselben Veranda sitzen, ist Vorsicht geboten – Flöhe lassen sich auf Menschen genauso nieder, vor allem an dünnen Stellen wie Handgelenken oder Knöcheln.
3. Offene Türen – Einladung für Flöhe
Lässt du Terrassen- oder Balkontüren auch nur einen Spalt offen, können Flöhe leicht ins Haus gelangen. Sie folgen warmen Luftströmen und den Vibrationen vorbeilaufender Menschen, Hunde oder Katzen. Für eine ungeschützte Wohnungskatze ist die erste Blutmahlzeit schnell gefunden: Der Floh springt auf das Fell, versteckt sich tief im dichten Haarkleid und saugt unbemerkt Blut. Ohne Flohschutzmittel breitet sich ein Befall dann rasant aus.
4. Besuch von anderen Tieren
Gute Freunde bringen manchmal ungebetene Gäste mit: Besucht ein mit Flöhen befallener Hund oder eine freilaufende Nachbarskatze deine Wohnung, springen Flöhe vom Gast über. Sie tummeln sich sofort auf dem nächsten warmen Vierbeiner – deine Katze wird so in wenigen Augenblicken übersät. Auch eine Hundedecke oder Katzendecke von draussen kann befallen sein und Flöhe einschleppen.
5. Floheier in Teppichen & Wäsche
Der Floh-Lebenszyklus macht das Problem schwierig: Ein erwachsener Floh legt binnen 24 Stunden bis zu 50 Eier. Diese kleben zuerst am Tier, fallen dann aber ab – in Teppichfasern, Spalten oder Polstermöbel. Besonders gefährdet sind dunkle Ecken, Ritzen und Stoffe.
Auch Wäschekörbe können zur Falle werden: Kleidung oder Handtücher können Floheier enthalten, die sofort auf dein Haustier überspringen, sobald es sich dort hinlegt.
Innerhalb weniger Tage schlüpfen die Larven, verpuppen sich in Staub und Fasern und warten dort, bis sie als erwachsene Flöhe wieder einen Wirt finden. Darum kann es bis zu drei Monate dauern, ein Flohproblem vollständig zu beseitigen.

So schützt du deine Wohnungskatze
- Regelmässiger Flohschutz: Auch reine Wohnungskatzen brauchen eine zuverlässige Vorbeugung – z. B. Spot-On-Präparate, Flohhalsbänder oder Kautabletten. Sprich mit deinem Tierarzt, welche Lösung für deine Katze am besten geeignet ist.
- Zuhause flohfrei halten: Sauge täglich an Aufenthaltsorten deiner Katze, um Eier und Larven zu entfernen. Wasch Katzendecken, Decken und Handtücher mindestens alle sieben Tage bei 60 °C. Achte besonders auf dunkle Ecken und Teppichkanten.
- Veranda und Balkon sichern: Kontrolliere Insektenschutznetze auf Lücken und ersetze sie bei Bedarf. Halte Sträucher und Gräser rund um Fenster und Terrasse kurz geschnitten, damit weniger Wildtiere Floheier ablegen.
- Fremdtierkontakte kontrollieren: Achte bei Besuchstieren auf einen Flohcheck. War ein Tier nachweislich befallen, halte deine Katze vorübergehend getrennt und behandle alle Haustiere gleichzeitig.
- Lebenszyklus unterbrechen: Setze ein Umwelt-Flohmittel ein, das Larven und Puppen abtötet (z. B. Mitteln mit Insektenwachstumsregulatoren). So verhinderst du, dass neu geschlüpfte Flöhe sich unbemerkt vermehren.
Fazit
Flöhe erwischen selbst reine Wohnungskatzen – durch Fenster, offene Türen, fremde Tiere oder Floheier in Teppichen und Wäsche. Nur wer den Lebenszyklus der Flöhe kennt, kann gezielt vorbeugen. Mit konsequentem Flohschutz, gründlicher Wohnungsreinigung und Absprache mit dem Tierarzt bleibt deine Wohnungskatze flohfrei – und du ersparst dir lästiges Kratzen und aufwendige Nachbehandlungen.
Dein Tierarzt/deine Tierärztin spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit deines Haustiers. Hier findest du eine Tierarztpraxis in deiner Nähe.
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