Leptospirose ist eine Infektionskrankheit, die durch spiralige Leptospiren im Wasser oder feuchten Erdreich übertragen wird. Sie gelangt über Schleimhäute oder kleinste Hautverletzungen in den Körper und kann Nieren, Leber und weitere Organe gravierend schädigen. In den folgenden Abschnitten erfährst du, worauf du achten musst, wie dein Tierarzt diagnostiziert und welche Schutzmassnahmen wirklich helfen.

Was ist Leptospirose?
Leptospirose wird durch spiralförmige Bakterien – die Leptospiren – ausgelöst. Sie leben in feuchten Böden und stehenden Gewässern. Früher galt Leptospirose als „ländliche“ Gefahr, doch inzwischen finden sich die Erreger auch in urbaneren Gebieten und Städten. Dein Hund kann sich beim Trinken aus Pfützen, Planschen im Teich oder Schnüffeln im feuchten Gras infizieren. Die Bakterien dringen über Schleimhäute (Augen, Nase, Maul) oder kleinste Hautverletzungen ein und breiten sich im Körper aus.
Ansteckung & Ausbreitung
Jeder Kontakt mit kontaminiertem Urin – sei es von Ratten, Wildtieren oder sogar infizierten Hunden – ist riskant. Die Leptospiren können:
- Monatelang in Teichen, Pfützen und feuchtem Erdreich überleben
- Über Kleidung, Schuhsohlen oder das Fell deines Hundes beim Spaziergang verbreitet werden
- Über das Trinkwasser im Garten zurück in dein Zuhause gelangen
Deshalb reicht schon ein unbemerktes Lecken an verschmutzten Oberflächen, um eine Infektion auszulösen.
Symptome: Wann wird es kritisch?
Die Krankheit verläuft sehr variabel: Einige Hunde bleiben ganz symptomlos, andere erkranken leicht und erholen sich, doch schwere Verläufe können lebensbedrohlich sein. Achte bei deinem Hund auf:
- hohes Fieber und Schüttelfrost
- Muskel- und Gelenkschmerzen (erkennbar an Steifheit oder Lahmheit)
- gesteigerter Durst und vermehrtes Wasserlassen
- Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit
- schnelle Erschöpfung, Lethargie und Schlappheit
Da diese Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten können, ist deine Beobachtung entscheidend: Je eher du deinen Tierarzt kontaktierst, desto besser für deinen Vierbeiner.
Wie schwerwiegend ist Leptospirose?
Leptospirose kann Nieren und Leber massiv schädigen, in manchen Fällen sogar das Gehirn, die Lunge oder das Herz angreifen. Studien zeigen, dass bis zu 90 % der Hunde, die akute Nierenprobleme durch Leptospiren entwickeln, später chronisch erkranken. Selbst nach scheinbarer Genesung können Organschäden bestehen bleiben. Eine schnelle Behandlung kann den Verlauf mildern und Spätfolgen reduzieren – doch Vorbeugung bleibt der beste Schutz.

Wer ist besonders gefährdet?
Ob Land-, Vorstadt- oder Stadthund – überall lauert Leptospirose:
- Landhunde, die in Stallnähe oder auf Feldern jagen und arbeiten
- Vorstadthunde, die mit Ratten und Mäusen in Gärten in Kontakt kommen
- Stadthunde, die Pfützen und Kanäle auf Promenaden erkunden
Grundsätzlich kann jeder Hund jeder Rasse und jeden Alters betroffen sein. Besonders gefährdet sind jedoch junge Tiere und solche mit geschwächtem Immunsystem.
Leptospirose vorbeugen: die Massnahmen
- Umgebungs-Check: Entferne Futterreste und Müll im Garten, um Nagetiere fernzuhalten. Vermeide stehendes Gewässer im Garten.
- Zugriff kontrollieren: Lass deinen Hund nicht aus stehenden Gewässern trinken oder darin planschen. Vermeide Spaziergänge durch matschige Gebiete nach starkem Regen.
- Hygiene: Trage bei Gartenarbeit Handschuhe, wasche dir danach gründlich die Hände und reinige Näpfe bei mindestens 60 °C.
- Impfung: Die jährliche Leptospirose-Impfung bietet den besten Schutz. Sprich mit deinem Tierarzt über den passenden Impfplan für deinen Hund.

Schutz für dich und deine Familie
Leptospirose ist eine Zoonose – das heisst, du kannst dich bei deinem Hund anstecken. Deshalb gilt im Ernstfall:
- Beim Reinigen von Urin oder Exkrementen stets Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel nutzen.
- Nach dem Gassigehen Hund und Hände gründlich säubern.
- Vermeide engen Kontakt (z. B. Ablecken im Gesicht), wenn dein Hund draussen war.
Fazit
Leptospirose mag harmlos beginnen, doch die möglichen Folgen sind schwerwiegend. Mit gezielter Vorbeugung, guter Hygiene und der jährlichen Impfung schützt du deinen Hund – und dich selbst. Bei Fragen sprich am besten mit deinem Tierarzt.
Dein Tierarzt/deine Tierärztin spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit deines Haustiers. Hier findest du eine Tierarztpraxis in deiner Nähe.
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