Wenn dein Hund anfängt zu ergrauen, langsamer wird oder öfter Pausen einlegt, zeigt er dir: Er kommt in die Seniorenphase. Wie beim Menschen ändern sich auch bei Hunden mit dem Alter die Bedürfnisse. Als fürsorgliche:r Tierhalter:in kannst du mit der richtigen Fütterung, kleinen Anpassungen im Alltag und regelmässigen Checks beim Tierarzt dazu beitragen, dass dein Vierbeiner auch im Alter gesund und zufrieden bleibt.

Woran du erkennst, dass dein Hund älter wird
Je nach Rasse und Grösse zeigt sich bei Hunden das Alter früher oder später. Grosse Rassen altern oft schon ab fünf Jahren, kleine Rassen erst ab acht. Doch ebenso wichtig sind Faktoren wie Genetik, Bewegung und Fütterung. Sobald dein Hund ins Seniorenalter kommt, verlangsamen sich Stoffwechsel und Immunsystem – ähnlich wie beim Menschen.
Häufige Begleiterscheinungen sind
- Grauwerden des Fells: vor allem um Schnauze und Augen, oft wirkt das Fell stumpfer
- Weniger Energie: Dein Hund schläft mehr, spielt kaum noch so ausdauernd wie früher
- Verhaltensänderungen: er ist vielleicht reizbarer oder sucht mehr Ruhe
- Körperliche Einschränkungen: Gelenksteifheit, eingeschränktes Hören, tränende Augen oder Verdauungsprobleme
Wenn dir diese Anzeichen auffallen, ist es Zeit, Ernährung und Pflege entsprechend anzupassen.
Dein Tierarzt/deine Tierärztin spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit deines Haustiers. Hier findest du eine Tierarztpraxis in deiner Nähe.
FINDE EINE PRAXIS IN DEINER NÄHEWarum die richtige Ernährung jetzt besonders wichtig ist
Viele ältere Hunde nehmen schneller zu, da sie weniger aktiv sind. Eine angepasste Fütterung hilft, Übergewicht und damit verbundene Probleme wie Gelenk- oder Herzbelastung zu vermeiden.
Grundprinzipien für die Ernährung im Alter:
- Kalorien reduzieren, Proteine erhalten: Ältere Hunde brauchen oft bis zu 20 % weniger Kalorien, zugleich aber hochwertigen Eiweissgehalt, damit Muskelmasse und Immunsystem stabil bleiben.
- Gut verdauliche Nährstoffe: Ein Senior-Menü sollte leicht verdaulich sein. Achte auf moderaten Fettgehalt, hochwertige Ballaststoffe und gut verwertbare Inhaltsstoffe.
- Wasser immer verfügbar: Ältere Hunde trinken manchmal weniger. Stelle frisches Wasser jederzeit bereit – auch an Lieblingsplätzen.
- Fütterungstaktik anpassen: Zwei kleinere Mahlzeiten täglich entlasten Magen und Darm. Zu lange Futterpausen können zu Verdauungsproblemen führen.
- Tierärztliche Beratung nutzen: Dein Tierarzt kennt die individuellen Bedürfnisse deines Hundes und kann dir das passende Senior-Futter empfehlen.
So stellst du die Fütterung schrittweise um
In der Regel empfiehlt man bei kleineren Hunden ab rund acht Jahren und bei mittelgrossen bis grösseren Rassen ab fünf Jahren den Umstieg auf ein „Senior“-Futter. Gehe dabei in Etappen vor, um den Magen nicht zu irritieren:
- Umstellungsphase (1–2 Wochen): Mische nach und nach mehr neues Futter unter das gewohnte. Beobachte, ob dein Hund es gut verträgt.
- Futtermenge anpassen: Beachte, dass sich die Aktivität deines Hundes ändert. Wiegt er etwas mehr, reduziere die Tagesration leicht oder wechsle auf eine kalorienreduzierte Formel.
- Qualität zählt: Achte auf einen hohen Proteinanteil, moderate Fettwerte und wertvolle Vitamine sowie Mineralstoffe.
- Spezielle Bausteine für Senioren: Omega-3-Fettsäuren unterstützen Gelenke und Haut, Glucosamin fördert die Gelenkgesundheit und präbiotische Fasern pflegen die Darmflora.

Diese Ernährungstipps helfen dir im Alltag
Im Seniorenalter ist es besonders wichtig, die Kalorienaufnahme im Blick zu behalten – ohne an Protein zu sparen. Hochwertiges Futter mit gut verdaulichen Eiweissen, moderaten Fetten und angepassten Kohlenhydraten unterstützt Muskelkraft und Magen-Darm-Funktion.
Stelle sicher, dass dein Hund immer Zugang zu frischem Wasser hat, um Dehydrierung zu vermeiden. Zwei kleine Mahlzeiten täglich sind besser verträglich als eine grosse Portion. Sprich mit deinem Tierarzt, wann und wie du auf Senior-Futter umsteigen solltest – dabei spielen Rasse, Gewicht und Gesundheitszustand eine wichtige Rolle. Ergänzend helfen Inhaltsstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Glucosamin und Präbiotika, die Gesundheit von Gelenken, Haut und Verdauung zu unterstützen. Bleibt dein Hund auch im Alter täglich aktiv – angepasst an seine Möglichkeiten – und wird regelmässig untersucht, steht einem vitalen Hundeleben nichts im Weg.
Wann solltest du den Tierarzt aufsuchen?
Regelmässige Gesundheits-Checks sind im Seniorenalter besonders wichtig. Empfehlenswert ist mindestens ein Besuch pro Jahr, bei bestehenden Beschwerden besser alle sechs Monate.
Mögliche Themen beim Check-up:
- Blut-, Nieren- oder Leberwerte überprüfen
- Zähne kontrollieren und ggf. reinigen
- Gelenke beurteilen – per Röntgen oder durch Ergänzungsfuttermittel unterstützen
- Herz-Kreislauf prüfen – da Herzprobleme im Alter häufiger auftreten können
Auf dieser Basis empfiehlt dir der Tierarzt das richtige Futter und zusätzliche Massnahmen – damit dein Hund noch viele schöne Jahre an deiner Seite verbringen kann.
Fazit
Mit den richtigen Informationen, einer angepassten Ernährung und liebevoller Pflege schenkst du deinem älteren Hund ein rundum gutes Leben. Bleib aufmerksam, hör auf die feinen Signale deines Hundes – und begleite ihn aktiv durchs Seniorenalter.















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