Artikel » Zusammenleben » Sicheres Zuhause » Weisst du, welche Pflanzen für dein Haustier giftig sind?

Weisst du, welche Pflanzen für dein Haustier giftig sind?

Sicheres Zuhause

2 Minuten Lesezeit

Pflanzen verschönern unser Zuhause und können eine echte Quelle der Freude sein. Gartenarbeit reduziert Stress, fördert die Kreativität und unterstützt das allgemeine Wohlbefinden. Aber wusstest du, dass viele Pflanzen für dein Haustier gefährlich oder sogar tödlich sein können?

Es gibt über 700 Pflanzen, die für Hunde und Katzen giftig sein können. Diese enthalten natürliche Giftstoffe, die bei Aufnahme durch dein Haustier zu gesundheitlichen Problemen führen – von Erbrechen und Durchfall bis hin zu schweren Reaktionen wie Atemnot oder sogar lebensbedrohlichen Zuständen. Manchmal sind die Symptome einer Vergiftung nicht sofort erkennbar, und es ist schwierig zu beurteilen, wie viel von der Pflanze dein Haustier gefressen hat.

Besonders heikel: Einige Pflanzenarten, wie z. B. Lilien, sind für Katzen schon in kleinsten Mengen extrem gefährlich – selbst der Kontakt mit Pollen oder Pflanzenwasser kann ausreichen, um ein akutes Nierenversagen auszulösen.

Haustiere giftig sind?

Warum frisst mein Haustier Pflanzen?

Es gibt verschiedene Gründe, warum dein Haustier Pflanzen fressen könnte:

  • Langeweile oder Einsamkeit
  • Zu wenig Bewegung oder Beschäftigung
  • Wassermangel oder hohe Temperaturen
  • Stress, z. B. durch Umzug oder veränderte Umgebung

Wenn du diese Faktoren im Blick behältst, kannst du verhindern, dass dein Haustier zur Gewohnheit macht, Pflanzen zu fressen.

Was tun, wenn mein Haustier eine giftige Pflanze gefressen hat?

Wenn du vermutest, dass dein Haustier eine giftige Pflanze gefressen hat, kontaktiere sofort deinen Tierarzt – im Notfall auch ausserhalb der regulären Öffnungszeiten.

Wenn du die Pflanze kennst, bring eine Probe oder ein Foto mit in die Praxis – das erleichtert die schnelle und gezielte Behandlung.

Auf welche Symptome solltest du achten?

Die Symptome einer Pflanzenvergiftung können variieren. Achte besonders auf:

  • Erbrechen und Durchfall
  • Starkes Sabbern
  • Verminderter Appetit oder Bauchschmerzen
  • Hautreizungen, Zittern oder Koordinationsstörungen
  • Lethargie oder allgemeine Schwäche
  • Schwellungen im Mundbereich oder Schwierigkeiten beim Schlucken

Welche Pflanzen sind besonders gefährlich?

Einige Pflanzen stellen ein besonders hohes Risiko für Haustiere dar:

  • Efeu: Efeu ist nur leicht giftig, kann jedoch zu Symptomen wie Speichelfluss, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall führen.
  • Wichtig: Verwechsele Lilien nicht mit der Grünlilie – diese wird zwar oft als haustierfreundlich eingestuft, kann aber bei empfindlichen Tieren Magen-Darm-Beschwerden auslösen.
  • Oleander: Diese Pflanze ist sowohl für Hunde als auch für Katzen sehr gefährlich. Eine Vergiftung kann zu abnormer Herzfrequenz, Zittern, Krampfanfällen und Erbrechen führen.

Fazit

Der beste Schutz ist Vorsicht: Informiere dich über giftige Pflanzenarten, bevor du neue Zimmer- oder Gartenpflanzen anschaffst. Auf der Website deiner örtlichen Tiergiftnotrufzentrale oder bei deinem Tierarzt findest du detaillierte Listen mit gefährlichen Arten.

Gut zu wissen: Es gibt viele haustierfreundliche Pflanzen, die du bedenkenlos zuhause aufstellen kannst – z. B. Katzengras, Areca-Palme oder Calathea. Diese sorgen für ein sicheres, grünes Zuhause.

Du suchst nach einer Tierarztpraxis?

Dein Tierarzt/deine Tierärztin spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit deines Haustiers. Hier findest du eine Tierarztpraxis in deiner Nähe.

FINDE EINE PRAXIS IN DEINER NÄHE

Empfohlen

Empfehlungen nach Kategorie