Reisen erhöht das Risiko für exotische Erkrankungen
Wenn dein Haustier in eine Region reist, in der bestimmte Parasiten vorkommen, kann es sich mit Krankheiten infizieren, gegen die es keinen natürlichen Schutz hat. So wurden in einer deutschen Studie 12,2 % der Hunde, die aus dem Mittelmeerraum stammten oder dorthin gereist waren, positiv auf Leishmaniose getestet – eine Erkrankung, die in der Schweiz selbst nicht endemisch ist. Auch in Grossbritannien zeigte sich: Über 90 % der gemeldeten Zecken stammten von Hunden, die zuvor verreist waren.
Warum Reisen das Infektionsrisiko erhöht

Wie die Vektorexpertin Laura Kramer erklärt, „besuchen Haustierbesitzer, die mit ihren Hunden und Katzen reisen, Gebiete, in denen bestimmte Krankheiten endemisch sind, die zu Hause möglicherweise nicht vorkommen.“
Tatsächlich besteht bei Reisen in solche Regionen ein erhöhtes Risiko, dass sich dein Haustier mit Parasiten infiziert, die ernsthafte Krankheiten wie Babesiose oder Herzwurmerkrankung übertragen können. Diese Parasiten sind in vielen Teilen der Welt verbreitet – insbesondere dort, wo die klimatischen Bedingungen ihr Überleben und ihre Verbreitung begünstigen.
Wie Parasiten Krankheiten übertragen
Viele Krankheiten wie Erkältungen oder Grippe werden direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Bei parasitären Erkrankungen ist das anders: Sie benötigen ein Transportmittel, um von einem Wirt zum nächsten zu gelangen. In diesem Fall sind es Zecken, Mücken und Flöhe, die als sogenannte „Vektoren“ fungieren – sie heften sich an dein Haustier und können beim Saugen Krankheitserreger übertragen.
Diese Parasiten haben eine entscheidende Gemeinsamkeit: Sie infizieren ihre Wirte durch einen Biss. Dabei gelangen Erreger in den Blutkreislauf, was zu unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen führen kann.

Was du tun kannst
Ein wirksamer Schutz beginnt mit Wissen und Vorbereitung – besonders, wenn du mit deinem Haustier reist oder in einem Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko lebst:
- Sprich mit deinem Tierarzt: Lass dich beraten, welche Schutzmassnahmen für dein Tier sinnvoll sind – abgestimmt auf Reisepläne, Aufenthaltsorte oder Vorerkrankungen.
- Wende Präparate konsequent an: Schütze dein Haustier ganzjährig mit geeigneten Produkten – insbesondere bei Reisen in endemische Gebiete.
- Kontrolliere regelmässig: Überprüfe dein Tier nach jedem Aufenthalt im Freien auf Zecken oder andere Parasiten.
Diese Parasiten haben eine entscheidende Gemeinsamkeit: Sie übertragen Krankheiten, indem sie ihr Wirtstier beissen. In der Regel wird durch den Biss der Erreger übertragen, was zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen kann.
Steigende Temperaturen – ein wachsendes Risiko
Mit den steigenden Temperaturen bleiben Parasiten nicht nur länger aktiv, sondern breiten sich auch in neue geografische Regionen aus. Zecken, Flöhe und Sandmücken sind inzwischen ganzjährig aktiv. Das bedeutet: Die Gefahr für dein Haustier, sich mit Parasiten zu infizieren, ist dauerhaft präsent – und nimmt weiter zu.
Was das für dein Haustier bedeutet
Für dein Haustier bedeutet das: Nicht nur heimische, sondern zunehmend auch neue – ursprünglich exotische – Parasiten stellen eine Gefahr dar. Diese können ernsthafte Krankheiten wie Babesiose oder Herzwurmerkrankung übertragen, die sowohl Hunde als auch Katzen betreffen können.
- Ganzjährige Bedrohung: Es gibt keine „Parasitensaison“ mehr. Häufige Parasiten wie Flöhe oder Zecken treten mittlerweile ganzjährig auf.
- Einführung exotischer Arten: Einige Arten, die früher als exotisch galten – wie die Tigermücke – sind heute auch in nördlichen Teilen Europas, etwa in Grossbritannien, nachgewiesen.

Fazit
Parasiten stellen eine ständig wachsende Bedrohung dar. Bereite dich vor, indem du mit deinem Tierarzt sprichst und geeignete Schutzmassnahmen ergreifst – für dein Haustier, egal ob zu Hause oder auf Reisen!
Dein Tierarzt/deine Tierärztin spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit deines Haustiers. Hier findest du eine Tierarztpraxis in deiner Nähe.
FINDE EINE PRAXIS IN DEINER NÄHEMenn, B., Lorentz, S. & Naucke, T. J. (2010). Importierte und reisende Hunde als Überträger von vektorübertragenen Krankheitserregern bei Hunden in Deutschland. Parasiten und Vektoren, 3(1), 1-7. https://doi.org/10.1186/1756-3305-3-34
Hansford, K. M., Pietzsch, M. E., Cull, B., Gillingham, E. L. & Medlock, J. M. (2018). Potenzielles Risiko für Tiere durch die Einfuhr von Zecken in das Vereinigte Königreich: Aufzeichnungen des Tick Surveillance Scheme. Veterinärregister, 182(4), 107-107. https://doi.org/10.1136/vr.10426
















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