Innen oder aussen? So leben Parasiten bei Hund & Katze
Parasiten lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
- Endoparasiten – leben im Inneren deines Tiers (z. B. Würmer)
- Ektoparasiten – leben auf der Haut und auf dem Fell (z. B. Flöhe und Zecken)
Endoparasiten: Die unsichtbare Gefahr im Innern
Bandwürmer, Spulwürmer, Haken- und Peitschenwürmer sind typische Endoparasiten. Manche Tiere zeigen kaum Symptome, andere leiden unter Verdauungsproblemen, struppigem Fell oder sogar schweren Erkrankungen.
Herz- und Lungenwürmer können gefährliche Atem- und Kreislaufbeschwerden verursachen.
Besonders heikel: Einige Wurmarten sind zoonotisch – das heisst, sie können auch auf den Menschen übertragen werden.

Ektoparasiten: Was krabbelt da auf Fell und Haut?
Zecken
Zecken sind blutsaugende Parasiten und können gefährliche Krankheiten wie Borreliose, Anaplasmose oder Babesiose übertragen – bei Mensch und Tier. Häufige Arten in Europa sind die Gemeine Holzbock (Icodes ricinus), die in der ganzen Schweiz vorkommt und am häufigsten Hund und Katze befällt, die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus), die vor allem im Mittelland und entlang von Fluss- und Seeufern zunehmend vorkommt, sowie die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus), die sich besonders in warmen Innenräumen oder nach Reisen mit Hund festsetzen kann. Seltener, aber ebenfalls relevant, ist die Igelzecke (Ixodes hexagonus), die in Gärten oder Stadtnähe Hunde und Katzen befällt.

Parasitenexpertin Christina Strube warnt:
„EINE VON FÜNF ZECKEN, DIE WIR GESEHEN HABEN, KANN ÜBERTRÄGER EINER KRANKHEIT SEIN“
Flöhe
Flöhe sind kleine, sprungstarke Blutsauger – sie können bis zum 160-Fachen ihrer Körperlänge springen! Besonders problematisch: Sie beissen auch Menschen und können Krankheiten wie Bartonellose (Katzenkratzkrankheit) oder Bandwürmer übertragen.
Da Flöhe in Innenräumen überleben und sich dort rasant ausbreiten, ist eine ganzjährige Flohprophylaxe ratsam.

Milben
Milben sind winzige Parasiten, die Hautprobleme wie Juckreiz, Rötungen oder entzündete Stellen verursachen können. Manche Milben befallen gezielt bestimmte Körperbereiche – zum Beispiel die Ohren.
Haarlinge
Haarlinge legen ihre Eier direkt an den Haaren ab, wo sie als kleine weisse Punkte sichtbar sind. Sie ernähren sich von Hautschuppen und können starken Juckreiz und Hautverletzungen verursachen. Bei Hunden ist auch bekannt, dass Haarlinge Bandwürmer übertragen können, wenn sie beim Putzen verschluckt werden.
Sandmücken
Sandmücken sind kleine Stechmücken, die eine gefährliche Krankheit namens Leishmaniose übertragen können. Diese Krankheit betrifft vor allem Hunde, kann aber auch für Menschen gefährlich sein. In der Schweiz wurden Sandmücken bisher nur vereinzelt im Tessin gefunden.
So schützt du dein Haustier vor Parasiten
Je mehr du über Parasiten und ihre Risiken weisst, desto besser kannst du deine Katze oder deinen Hund schützen – und auch dich selbst.
Empfohlene Massnahmen:
- Ganzjähriger Schutz: Sprich mit deinem Tierarzt, um einen individuellen Parasiten-Schutzplan (z. B. Spot-On, Tabletten, Halsband, Injektion) zu erstellen.
- Regelmässige Kontrolle: Untersuche dein Tier nach jedem Spaziergang – besonders Kopf, Hals, Ohren und Pfoten.
- Geeignete Produkte verwenden: Nutze langanhaltende, zugelassene Präparate.
Dein Tierarzt/deine Tierärztin spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit deines Haustiers. Hier findest du eine Tierarztpraxis in deiner Nähe.
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